Bald …
ein neues Audiosystem für die Küche
In der Küche gibt es kein Musiksystem und um die Ohren unserer Nachbarn zu entlasten musste eine Möglichkeit her in der Küche Musik abspielen zu können. Das bisherige System im-Arbeitszimmer-extra-laut-aufdrehen-damit-man-es-auch-in-der-Küche-hört war längerfristig untragbar.
zweiter Bloggeburtstag
Schon wieder ist ein Jahr vergangen.
Die Themen haben sich im letzten Jahr etwas weg vom „Leben in der Schweiz“ hin zu technischen Themen wie Software und Mobiltelefon entwickelt. Mal sehen wie das im dritten Blogjahr weitergeht.
Gerne würde ich wieder mehr über Politik und Überwachungsstaat schreiben, aber daMax, Udo Vetter und teilweise auch das kotzende Einhorn decken das Thema so gut ab, dass ich ihre Einträge bzw. Links eigentlich nur kopieren würde. Und das ist ja nicht der Sinn der Sache.
Mir macht das Bloggen nach wie vor Spass, auch wenn es in der Häufigkeit der neuen Beiträge ab und zu weniger intensive Phasen gibt.
Always be yourself …
8. Zürich Film Festival – 3
Four Horsemen: Der einzige Dokumentarfilm unserer Auswahl hat den Kapitalismus zum Thema. Mir teils bekannte und teils unbekannte „Koryphäen“ aus Wirtschaft und Politik erklären das kapitalistische System und zeigen Fehler und Verbesserungsvorschläge auf. Gut gefallen hat mir der Vergleich zwischen dem römischen Weltreich und der modernen USA und wie sich die Anzeichen des Niedergangs der Weltreiche gleichen. Einige komplexe finanzwirtschaftliche Zusammenhänge wurden anhand von animierten Grafiken erklärt wie man sie von diversen Youtube Videos kennt. Die Erklärungen und Schlussfolgerungen geschahen allerdings etwas zu rasch und ich hatte ein paar Mal Probleme zu folgen. Alles in allem aber eine sehr gute Dokumentation, ich habe einige neue Zusammenhänge des Geldsystems kennengelernt.
4 von 5 Punkten.
Dans la Maison: Der offizielle Abschlussfilm war auch unser Abschlussfilm. Die Anmoderation vor dem Film hat Steven Gätjen übernommen und dem anwesenden Regisseur François Ozon sowie einem der beiden Hauptdarsteller Ernst Umhauer einige Fragen gestellt. Der Film selbst handelt von der Beziehung zwischen einem literarisch begabten Schüler zu seinem Lehrer, der es selbst nie zu grossen schriftstellerischen Werken gebracht hat. Die Geschichte ist unaufgeregt und gewinnt ohne dass der Zuseher sich dessen bewusst ist sehr schnell an Dramatik und Spannung. Eine Nebengeschichte, die sich später in den Haupthandlungsstrang einflicht, sorgt für Heiterkeit. Durch die guten Schauspieler, die französische Sprache und die ungewöhnliche Erzählweise ist dem Regisseur ein wirklich toller Film gelungen.
5 von 5 Punkten.
Übrigens, das Goldene Auge für den besten internationalen Spielfilm hat Broken gewonnen.
8. Zürich Film Festival – 2
Kapringen – A Hijacking: Ein Film über ein dänisches Frachtschiff, das von somalischen Piraten im indischen Ozean entführt wird. Der Regisseur Tobias Lindholm beschreibt recht eindrücklich was einerseits die Crew und im speziellen der Koch des Schiffs und andererseits der Chef der Reederei, der die Verhandlungen führt, durchmachen müssen. In einigen Szenen ist der Film sehr nahe an einer Dokumentation und verliert dadurch etwas an Fahrt und Spannung, aber dafür lernt man recht viel über die somalischen Piraten und wie man sich verhalten sollte, wenn man von ihnen entführt wird oder mit ihnen Verhandlungen führen muss.
3 von 5 Punkten.
Punk: Ein Film über einen jungen Punk in Paris und seinen Alltag. Mehr gibt der Film nicht her: Geschichte gibt es keine und die Handlungen der beteiligten Personen haben keine Konsequenzen. Als Zuseher tat ich mir schwer dem nicht vorhandenen roten Faden zwischen Mutter-Sohn-Geschichte, Sohn-Ersatzvater-Geschichte, Punkkonzerten und Gewaltorgien zu folgen. Die fahrige unruhige Kameraführung mit vielen extremen hell-dunkel Wechseln tat ihr übriges um mich schon in der Mitte des Films das Ende herbeisehnen zu lassen.
Schade eigentlich, denn mit dem Setting hätte man auch einen interessanten Film über Identitätsfindung, sozialen Gruppenzwang, das Erwachsenwerden und das Punk-sein ansich machen können. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte eines Pariser Jugendlichen, der sie im Alter von 15 Jahren niedergeschrieben hat. Insofern hatte der Regisseur wohl nicht allzuviel Freiheit in der Umsetzung.
Der Regisseur Jean-Stéphane Sauvaire und der Producer Victorien Vaney waren anschliessend answesend um dem Publikum Frage und Antwort zu stehen. Sie kamen nach eigenen Angaben gerade von einem Galadinner und waren – ebenfalls nach eigenen Aussagen – betrunken. Das war anfangs lustig, aber mit der Zeit anstrengend, weil alle Fragen weit ausschweifend und ohne auf den Punkt zu kommen beantwortet wurden. Wir sind dann vorzeitig gegangen.
2 von 5 Punkten.
8. Zürich Film Festival – 1
Wie auch letztes Jahr haben wir uns wieder Tickets für einige interessant klingende Film für das diesjährige Zurich Film Festival besorgt.
Hamilton: I Nationens Intresse: Nachdem wir für den offiziellen Eröffnungsfilm Savages leider keine Karten mehr bekommen haben, haben wir uns für den „Schwedischen James Bond“ als unseren persönlichen Eröffnungsfilm entschieden und wurden nicht enttäuscht: Ein solider Action-Film mit einigen überraschenden Momenten. Im Anschluss war die überaus sympatische Regisseurin Kathrine Windfeld anwesend und hat einige Fragen des Moderators beantwortet. Überraschenderweise kamen danach – für ein schweizer Publikum – ungewöhnlich viele Fragen aus dem zu etwa einem Drittel gefüllten Auditorium. Der Moderator musste die Q&A Session dann sogar abbrechen, weil die Zuseher des nachfolgenden Films schon in den Saal wollten.
4 von 5 Punkten.
End of Watch: Für diesen Film hatten wir leider „nur“ Tickets für den Balkon im corso 1. So weit weg von der Leinwand bin ich noch nie in einem Kino gesessen. Und die Perspektive von oben ist auch eher gewöhnungsbedürftig. Der Film selbst hat das aber mehr als wett gemacht. Jake Gyllenhaal und Michael Peña spielen zwei Streifenpolizisten in einer „schlechteren“ Gegend von Los Angeles. Der Film zeigt – soweit ich das beurteilen kann – ein sehr realitätsnahes Bild dieses knochenharten Jobs und das Ende des Films sorgt dafür, dass man die eine oder andere Träne verdrücken muss. Im Anschluss stand der Producer David Ayer anwesend und hat ein paar Fragen beantwortet. Die Antworten auf die vom Moderator gestellten Fragen waren recht „amerikanisch“ und so sind wir – auch weil die darauffolgenden Fragen aus dem Publikum oben am Balkon kaum zu verstehen waren – vor dem Ende der Session gegangen.
5 von 5 Punken.
Broken: Broken ist ein Film über drei Familien in einem Londoner Vorort und wie die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder miteinander verwoben sind. An dem Film gibt es nichts auszusetzen – super Schauspieler, tolles Drehbuch und sehr gute Inszenierung. Und auch hier war es am Ende sehr emotional und traurig. Am Ende war leider kein Representant der Schauspieler oder Filmcrew da um sich einem Q&A zu stellen.
5 von 5 Punkten.






