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ein neues Audiosystem für die Küche

29 Apr

In der Küche gibt es kein Musiksystem und um die Ohren unserer Nachbarn zu entlasten musste eine Möglichkeit her in der Küche Musik abspielen zu können. Das bisherige System im-Arbeitszimmer-extra-laut-aufdrehen-damit-man-es-auch-in-der-Küche-hört war längerfristig untragbar.

Problem: Es gibt nur eine Steckdose, die als Stromversorgung in Frage kommt, und die ist fast am anderen Ende der Küche. Und der WAF ist natürlich auch nicht ausser acht zu lassen. Der einzig mögliche Platz für ein Audiosystem ist auf dem Regalbrett auf dem bisher die Alkoholikera standen. Und da diese nicht von heute auf morgen verschwinden musste ein kompaktes System her.

Regalbrett vor dem Audiosystem Einbau

Technisch war klar, dass auf Apples Airplay gesetzt wird, da die Stereoanlage ebenfalls über Airplay gespeist wird und die Musik im Haushalt sowieso über iTunes verwaltet wird. Aber: Es gibt keine kompakten Airplay-Lautsprecher in den benötigten Dimensionen. Everything Airplay bietet eine ziemlich gute und komplette Übersicht über die sich am Markt befindenden Systeme.

Daher musste ein Airport Express mit externern Boxen her. Aber für beides zusammen braucht man zwei Stromquellen. Bei nur einer verfügbaren Stromquelle und keinem Platz für Verteilerstreckdosen sind Blockklemmen und handwerkliches Geschick gefragt.

Der erste Kabelabschnitt führt von der Steckdose senkrecht die Wand hinauf durch das Regalbrett bis zur ersten Blockklemme. Dort wird das Kabel mit dem an der Hinteroberkante des Regals verlaufenden waagrechten zweiten Kabelabschnitt verbunden. Damit die Leiter nicht offen liegen habe ich – eigene Idee!? – die beiden gelbe Hälften eines Inneren eines Kinderüberraschungsei mit jeweils einem Loch (Bohrmaschine!) versehen und die Kabel durchgeführt. So verschwindet die Blockklemme elegant im Inneren des Eis. Um Knickschutz zu erzeugen habe ich die Kabel nach dem Fixieren in der Klemme einmal um dieselbe herumgeführt und mit Kabelbinder fixiert (danke für den Tip, Marco!).

Verbindung zwischen Kabel 1 und Kabel 2

Die zweite Blockklemme ist etwas komplexer, weil hier das einzelne Stromkabel auf zwei Kabel aufgeteilt werden muss: Am linken Bild oben der weibliche Stecker mit einem USB-Adapter für die Stromversorgung der Boxen. Der Airport Express wird über ein gewöhnliches Euro-Netzkabel mit Strom versorgt. Dementsprechend hat das zweite gelbe Ei auch drei Löcher und die Blockklemme innen wird auf einer Seite mit zwei mal zwei Leitungen verbunden.

Verbindung zwischen Kabel 2 den Geräten

Verbindung zwischen Kabel 2 den Geräten

Kabel 2 Sicht Richtung Boxen

Danach wird der Airport Express an einem – temporären – LAN-Kabel via OSX konfiguriert (WLAN-Einstellungen etc.) und schliesslich alle Elemente miteinander verkabelt und der Stecker am Ende von Kabelabschnitt 1 in die Wandsteckdose gesteckt.

Ich habe als Bonus an dieser Stelle ein Kabel mit Ein-/Ausschalter eingebaut, habe aber das Gefühl, dass der Airport Express es nicht gut verträgt, wenn ihm ständig der Strom weggenommen und wieder angeschalten wird. Der Schalter – sichtbar im Bild unten vertikal zwischen Teekocher und Lampe – wird darum im Moment nicht verwendet.

das fertige Audiosystem

Im fertigen System sind Kabel, Airport Express sowie der USB-Adapter für die Boxen für den Küchenverwender von unten nicht sichtbar und trotzdem kann man bequem via Airplay die Musik in der Küche steuern.

 
2 Kommentare

Gepostet in Zürich

 

Kommentare

 

 
  1. profi

    29/10/2014 10:14

    Ich hätte einfach einen kleinen euro verteiler in ein verlängerungskabel gestckt und dort alles angeschlosse das mit dem ü ei ist sehr fraglich immerhin sind es 230v und damit ist nicht zu spassen und es ist auch keine zugentlastung gegeben. Also das sieht mir alles nicht sehr vertrauenswürdig aus.

     
  2. jule_

    02/11/2014 16:12

    Danke für dein Feedback.

    Natürlich ist meine Lösung keine Patentlösung für alle Fälle, aber in meinem konkreten Fall (keine Zugbelastung) funktioniert es perfekt.
    Im Inneren eines Euro Verteilers sieht es genau so aus wie in dem Überraschungsei.