RSS
 

10. Zurich Film Festival – 3

08 Okt

The Rise and Rise of Bitcoin: Die Dokumentation erzählt die Geschichte der virtuellen Währung Bitcoin von ihren Anfängen, dem Mysterium Satoshi Nakamoto, bis hin zu aktuellen Ereignissen wie dem Zusammenbruch von Mt.Gox oder den Geschehnissen rund um Charlie Shrem. Der Film wird anhand der Geschichte von Daniel Mross, einem Bitcoin Enthusiasten der ersten Stunde, erzählt und erklärt das ökonimische Konzept einer „freien“ nicht durch zentrale Stellen regulierbaren Währung auf anschauliche Art und Weise. Der Film geht nicht auf technische Details („wie funktioniert das Minen genau?“, „Was passiert beim Verification-Prozess?“, …) ein und hat so das Potential ein breite(re)s Publikum zu erreichen.
Am Ende gab es mangels Moderation und Anwesenheit eines Filmcrew-Mitglieds keine interessante Diskussion.

4 von 5 Punkten.

Showrunners widmet sich dem Lüften der Geheimnisse um die Produktion einer TV-Serie. Ein Showrunner ist für die Leitung einer TV-Serie verantwortlich. Der Film führt anhand von Interviews von vielen (wenig bekannte) Showrunnern von (sehr bekannten) Fernsehserien durch die einzelnen Stufen der Produktion einer Fernsehserie: J.J. Abrams (Lost, Fringe, …), Joss Whedon (Buffy the Vampire Slayer, Angel, Dollhouse, Firefly, …), … Sie alle plaudern aus dem Nähkästchen und geben fast alle eine identische Grundaussage: „Ich habe den besten Job der Welt“ und gleichzeitig „Es ist der härteste Job der Welt, ich würde ihn niemandem empfehlen“.
Im Anschluss gab es eine spannende Frage und Antwort Session mit dem Regisseur Des Doyle.

4 von 5 Punkten.

By the Gun: Ein Mafiafilm nach Schema F. Der Regisseur lässt kein einziges Mafiafilm-Cliché aus: Der Mafiaboss, der ein Puff betreibt; der ältere Bruder, der nicht möchte, dass sein junger Bruder Teil der Organisation wird sondern lieber ins College geht; der von seinem Vater verstossene Sohn, der in der Mafia eine neue Familie sucht; die Tochter des Mafia-Boss, die sich in ein Mitglied eines anderen Mafiaclans verliebt; … Der Film ist sehr eindimensional, langweilig, ohne Plottwists und das Ende ist zu 100 Prozent vorhersehbar. Nicht einmal die Action-Szenen machen den Film interessant.
Im Anschluss gab es keine Frage und Antwort Session.

1 von 5 Punkten.

The Equalizer: Ein durch die Fingierung seines eigenen Todes aus dem CIA ausgetretener Agent muss noch einmal in den Kampf ziehen, als eine junge Frau, zu der er ein Vater-Töchterliches Verhältnis pflegt, von ihrem Zuhälter verprügelt wird. Leider tötet der Agent dabei die 5 wichtigsten Personen der an der amerikanischen Ostküste tätigen russischen Mafia. Die lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und daher entwickelt sich ein Actionfilm der Marke einer-gegen-alle mit viel Blut und Schiessereien. Klingt eindimensional, wird aber durch einen hervorragend spielenden Denzel Washington und den sehr langsamen bewussten Szenen zwischen den Action-Momenten aus der Mittelmässigkeit gehoben.

3.5 von 5 Punkten.

 
 

Kommentare