Ein kleiner Störfaktor in der Optik von OS X (Mountain Lion) ist für mich die Tatsache, dass der defaut-Ordner für Video-Dateien im deutschen Betriebsystem „Filme“ heisst. Unter Ubuntu heisst der vergleichbare Ordner „Video“, was meines Erachtens viel logischer ist, da in dem Ordner zum Beispiel auch TV-Serien gespeichert werden können.
Das gleiche gilt übrigens auch für „Musik“ und „Audio“.
Die Datei, die die deutschen Übersetzungen für die System-Ordner enthält, befindet sich im Ordner
/System/Library/CoreServices/SystemFolderLocalizations/de.lproj/
Eine Änderung dort bewirkt eine systemweite Änderung und ist daher für alle Benutzer gültig.
Die Strings sind seit OS X 10.8 als Binary Property List gespeichert und mit einem Text-Editor nicht ohne Weiteres editierbar. Es ist daher nötig die Binärdatei zuerst in eine XML-ASCII-Datei umzuwandeln, sie zu editieren, und danach wieder in das für OS X 10.8 benötigte Binärformat umzuwandeln.
Dazu navigiert man im Terminal zum oben genannten Ordner und führt folgenden Befehl aus1:
sudo plutil -convert xml1 SystemFolderLocalizations.strings -o temp.txt
Dadurch wird eine Kopie der Binärdatei mit dem Namen temp.txt angelegt, die die Übersetzungen im XML-ASCII-Format enthält:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
<dict>
<key>Applications</key>
<string>Programme</string>
[...]
<key>Movies</key>
<string>Filme</string>
[...]
</dict>
</plist>
Die temp.txt Datei kann man nun mit einem beliebigen Text-Editor bearbeiten und – in meinem Fall – den String Filme durch Video ersetzen (Zeile 9 im gekürzten XML Datei Ausschnitt oben).
Nach dem Speichern wird die temp.txt Datei mit folgendem Befehl wieder in das binäre Format rückgewandelt (und die Originaldatei überschrieben):
sudo plutil -convert binary1 temp.txt -o SystemFolderLocalizations.strings
Nach einem Finder- oder Systemneustart ist der Ordner umbenannt:
Auf Programme hat diese Umbenennung keinerlei Einfluss, da nur die Übersetzung, nicht aber der tatsächliche interne Name des Systemordners, geändert wird.
Die temp.txt Datei kann wieder gelöscht werden.
[1] Es empfiehlt sich immer, wenn man Systemdateien verändert, vorher ein Backup anzulegen.


anonym
03/12/2013 11:44
lol cooler trick!