Nachdem wir uns vor einiger Zeit ein Schlauchboot zugelegt hatten, war es am Samstag endlich so weit: Die Schlauchboot Tour von Schwäbis bei Thun (A) nach Bern (B). Das Wetter am Samstag war perfekt und es war daher mit einigem Verkehr bei der Einstiegsstelle und auf dem Fluss selbst zu rechnen, aber die tatsächliche Anzahl von Booten und Menschen hat mich doch überrascht.
An der Einstiegsstelle, 5 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Schwäbis entfernt, waren an die 40 Boote mit Besatzung, die gerade aufgepumpt und für die Fahrt vorbereitet wurden. Mit der Doppelhubpumpe waren unsere 4 Boote schnell aufgepumpt. Wasserscheues wie Mobiltelefon, Handtücher, Proviant, … wurden in einen grossen Müllsack gepackt.
An der Einstiegsstelle selbst war eine Schlange und wir mussten etwa 10 Minuten warten bis wir unsere 4 Boote zu Wasser lassen konnten.
Dann ging es allerdings recht schnell, Boote ins Wasser, ins Boot reinspringen und dann kam auch schon die erste Stelle mit – harmlosen – Stromschnellen. Danach muss man eigentlich nicht viel tun ausser im Boot zu sitzen und zu geniessen. Die Strömung treibt das Boot vorwärts, kommt man zu nahe ans Ufer kann man mit den Paddeln die Richtung korrigieren. Wir hatten Seile mit Karabinern dabei und haben unsere Boote miteinander verbunden.
Die einzige „gefährliche“ Stelle ist die Uttiger Schwelle nach etwa einem Viertel der Strecke. Die Schwelle ist direkt unter einer Eisenbahnbrücke und es empfiehlt sich das Hindernis ganz rechts anzufahren und dann kräftig zu paddeln, damit man mit dem Boot nicht zurück in die Schnellen gezogen wird.
Danach kann man die Fahrt weiter geniessen.
Nach etwa zwei Dritteln wird der Fluss rechts und links von kleinen Fluss-regulierenden Halbinseln gesäumt. An so einer haben wir angehalten und mit unserem mitgebrachten Einweggrill mitgebrachte Würstchen und Fleisch gegrillt. Nach etwa einer Stunde Pause haben wir den letzten Teil der Fahrt in Angriff genommen.
Nach insgesamt etwa viereinhalb Stunden kommt man in Berner Stadtgebiet, wir haben uns dann links im Fluss gehalten und sind kurz vor der hohen Brücke Pont Monbijou am Schwimmbad ausgestiegen. Der Ausstieg ist ewas kritischer als der Einstieg, am besten man verbindet alle Boote mit Seilen und einer hält sich am roten Geländer der Treppe fest. Danach kann man ein Boot nach dem anderen aus dem Wasser heben.
Insgesamt ein toller Ausflug, den wir mit Sicherheit wiederholen werden. Danke, Marie, für die Organisation!




