Das einzige Manko am HTPC im Wohnzimmer sind Tastatur und Maus, die immer noch via Kabel angeschlossen sind. Das heisst ich muss mich – um zum Beispiel Filme, die der Fernseher wegen des Codecs nicht darstellen kann, zu starten – vom Sofa auf den Boden in Kabelreichweite bequemen. Ein Umstand, der mir gar nicht gefällt.
Darum habe ich in die Logitech diNovo mini investeriert, die vor kurzem auf amazon.de endlich auf unter 100 Euro gefallen ist. Das ist eine kabellose Minitastatur in Fernbedienungsgrösse mit einem Trackpad für den rechten Daumen, das als Mauseingabegerät funktioniert. Natürlich habe ich vor dem Kauf eine kleine Recherche gemacht um zu eruieren ob das Gerät unter Lucid Lynx, das auf dem HTPC als Betriebssystem dient, lauffähig ist.
Im Internet fand ich so einige Beiträge zu dem Thema, deren gemeinsame Grundaussage war, dass man die Tastatur mit ein wenig Konfigurationsaufwand zum Laufen bekommt. Da war unter anderem die Rede davon, dass man die Datei /etc/modprobe.d/options editieren muss.
Ich hatte mir also für Sonntag Nachmittag vorgenommen die diNovo mini auf meinem Ubuntu zu installieren.
Und was ist passiert? Ich stecke den mit der Tastatur mitgelieferten Bluetooth-USB Dongle an, öffne (mit der Kabelmaus) einen Texteditor und tippe testweise auf der diNovo mini drauflos und … die Zeichen erscheinen auf dem Bildschirm. Auch die Maus funktioniert ohne Probleme. Sogar die Sondertasten wie stummschalten, Lautstärke+ und Lautstärke- machen was sie sollen.
Ich bin überrascht und begeistert: Die diNovo mini funktioniert unter Ubuntu 10.04 via plug-and-play ohne dass irgendwelche Konfigurationsdateien angepasst werden müssten.
Das einzige was mich bisher an der diNovo mini stört ist die Tatsache, dass Logitech wohl aus Platzgründen die Funktionstasten F1 bis F12 eingespart hat.