Im Wohnzimmer steht ein Ubuntu HTPC, der 24/7 läuft und die Computer und Laptops der Wohnung mittels eines Samba-Servers mit Daten versorgt. Time Machine kommt mit Apples OS X und ist ein ausgereiftes inkrementelles Backup-System. Um automatische Time Machine Backups über WLAN zu erstellen benötigt man eigentlich Apples Time Capsule (um CHF 349 oder 599). Die ist mir aber – abgesehen davon, dass es ein weiteres Gerät wäre, das mit Strom und LAN versorgt werden müsste (siehe auch WAF) – zu teuer.
Zum Glück gibt es findige „Hacker“, die eine Möglichkeit gefunden haben die Backups-over-WLAN ohne Time Capsule auf ganz normalen Samba-Shares zu speichern: Guide bei InsanlyMac.com
Mit dem Tutorial war es relativ einfach das System zum Laufen zu bekommen. Einzig eine (kostenlose) Registrierung bei InsanelyMac.com war nötig um an die makeImage.sh Datei zu kommen.
Wenn das .sparsebundle image via Samba zur Verfügung steht, muss im Finder über Gehe zu -> Mit Server verbinden … (Apfel + K) der Ordner mit dem erstellten <computername>.sparsebundle eingebunden werden: smb://x.x.x.x/pfad/zum/ordner/in/dem/das/sparsebunde/liegt.
Als nächstes muss die eigentliche Time Machine konfiguriert werden: Systemeinstellungen -> Time Machine (unter System). Unter Volume Auswählen … sollte der eben eingebundene Ordner vorhanden und wählbar sein. Auswählen und Für Backup verwenden wählen. Bei einer eventuellen Passwortabfrage kann Gast gewählt werden. Nun sollte ein 120 Sekunden Countdown starten, nach dessen Ablauf das Backup das erste Mal ausgeführt wird.
Nach einigen Sekunden mit dem Status Backup verfügbar machen kommt xxxx Objekte vorbereiten und dann beginnt der eigentliche Backup Vorgang. Das erste Backup dauert naturgemäss etwas länger, bei allen darauffolgenden Backups werden nur mehr die Änderungen zum vorhergehenden Backup kopiert